Motorradnavigation, die niemandem gehört außer dir.
Eigene Route vom eigenen Server, eigene Karten auf dem Gerät, eigenes Cockpit am Lenker. Nichts daran kann ein Anbieter abschalten.
iOS-Beta über TestFlight — nicht im App Store

Warum überhaupt
Weil in diesem Markt alles schon einmal abgeschaltet wurde
TomTom GO Ride wurde eingestellt — auch auf Geräten, die es schon installiert hatten. Bosch beerdigte „Help Connect" und nahm calimotos Unfallerkennung mit. komoot löschte sein BLE-Repo, EatSleepRIDE machte zu, Sygic entwertete Lifetime-Lizenzen.
zeigr besitzt die ganze Kette selbst: einen eigenen Routendienst, eine Routen-Engine, die auch ohne Netz auf dem Telefon rechnet, ein Cockpit am Lenker, das keine fremde Wolke braucht. Das Fahrtenbuch liegt auf dem Telefon, nicht bei uns.
Es ist ein privates Projekt, keine Firma. Das ist keine Bescheidenheit, sondern die Voraussetzung dafür, dass niemand es abschalten kann.
Was es kann
Funktionen
Kurvige Strecken, in vier Stufen
Nicht „kurvig an/aus", sondern Verlässlich, Etwas kurvig, Kurvig, Sehr kurvig — gerechnet auf einem eigenen GraphHopper mit Kurvigkeitsdaten aus OpenStreetMap.
Gemessen auf Kochel → Bayrischzell, in Richtungswechseln je Kilometer:

Eine Runde, die zurückführt
Länge oder Zeit vorgeben, und der Server rechnet eine Runde, die dort endet, wo sie beginnt. Drei Vorschläge liegen gleichzeitig auf der Karte, in drei Farben, mit der Fahrzeit an der Linie.
Jeder Vorschlag wird geprüft, ob er ein Stück zweimal fährt — und wenn ja, steht es dran und liegt weiß markiert auf der Karte. Die eigene Hofausfahrt zählt dabei nicht mit: Wer eine Runde fährt, muss vom Start weg und dorthin zurück.

Routen ohne Netz
Eine eigene Routen-Engine auf dem Telefon, nicht nur gespeicherte Kacheln. Oberfranken sind 29 MB, die Alpen liegen bereit, und eine Route Bamberg → Ebrach rechnet in unter einer Sekunde.
Ehrlich dazu: Das Kartenbild bleibt ohne Netz leer — MapKit gibt Dritt-Apps keinen Zugriff auf Apples Offline-Karten. Pfeil, Entfernung und Straßenname kommen trotzdem, und am Cockpit sieht man ohnehin keine Karte.

Das Fahrtenbuch weiß, welche Fahrt gefordert hat
Jede Fahrt wird mitgeschrieben: Tempo, Drehzahl, Schräglage, Höhe. Trägst du eine Apple Watch, misst sie den Puls mit — und die Karte färbt sich rot, wo er über dem Schnitt dieser Fahrt lag.
Über dem eigenen Schnitt, nicht über einem Wert aus einer Tabelle: Ruhepuls und Fitness sind bei jedem anders. Schnell fahren kann entspannt sein; ein enger, unübersichtlicher Abschnitt bei 60 ist anstrengender als die Autobahn bei 130.

Die Uhr tippt, statt zu reden
Am Motorrad steckt die Apple Watch unter Jacke und Ärmel. Ein Bildschirm dort ist eine Zugabe — das Tippen ist der Zweck.
Einmal heißt „gleich", zweimal links, dreimal rechts. Immer in dieser Reihenfolge, immer dieselbe Währung. Erprobt durch Jacke und Handschuh.

Am Rechner planen, am Motorrad fahren
Abends am großen Bildschirm eine Strecke zusammenklicken, morgens aufs Motorrad. Der Planer im Browser hat einen Knopf „An mein Telefon"; die App fragt beim Aufwachen nach und bietet die Strecke an.
Übertragen werden die Wegpunkte, nicht die gerechnete Route: Eine gespeicherte Route ist ein Ergebnis von gestern. Die App rechnet frisch, mit den Vorgaben, die am Motorrad gelten.

Und dazu das, was man erwartet: Tempolimits, Höhenmeter, Spritpreise mit Umwegrechnung, Wetter entlang der Tour, Vermeidung von Schotter und Mautstraßen, Anzeige auf dem Sperrbildschirm, Siri-Befehle über die Helm-Taste, Wartungsheft, GPX-Import und -Export.
Das Cockpit
Ziffr — Eigenbau, nicht käuflich
Vorweg, damit niemand vergeblich sucht: Das runde Cockpit gibt es nicht zu kaufen. Es ist ein ESP32-S3 mit rundem 480×480-Display in einem selbstgebauten Gehäuse, das den CAN-Bus einer Harley-Davidson Softail mitliest. Die App funktioniert vollständig ohne es.
Wo es steckt, wird sie zum System: Die App funkt Manövertyp, Entfernung und Straßenname über Bluetooth ans Cockpit, das daraus einen großen Pfeil zeichnet — bei Tempo 100 liest niemand eine Karte, sondern „in 300 m rechts". Zurück kommen Tempo, Drehzahl, Gang, Temperatur und Kilometerstand. Dann trägt sich der Kilometerstand im Wartungsheft von selbst ein, und das Fahrtenbuch bekommt echte Fahrzeugdaten statt GPS-Schätzungen.
Was kein kaufbares Gerät kann: Navigation und Fahrzeugdaten auf einem runden Display. Koso HD-05 kann die Fahrzeugdaten und keine Navigation, Beeline Moto II die Navigation und keine Fahrzeugdaten.
Ohne Cockpit oder OBD-Adapter zeigt die App dieselben Instrumente aus dem, was das Telefon selbst misst: Tempo, Höhe, Höhenmeter, Steigung, Schräglage. Was fehlt, steht als Strich da — nie als Null.





Ehrlich
Was zeigr nicht kann
Keine Verkehrslage. Sie ging mit dem Ausstieg aus Googles Navigations-SDK verloren. Die freie Kette kann sie nicht, und die Ankunftszeit weiß deshalb nichts von Staus.
Ohne Netz bleibt die Karte leer. Die Führung läuft, die Route wird gerechnet — aber MapKit gibt Dritt-Apps keinen Zugriff auf Apples Offline-Karten. Und ohne Netz gibt es keine Tempolimits; ein fehlendes Limit ist keine Erlaubnis.
Rundkurse brauchen Netz. Der Router auf dem Gerät sucht Wege zwischen zwei Punkten, keine Runden.
Der Routendienst trägt Deutschland, Österreich und die Schweiz. Außerhalb hilft ein Ausweichdienst ohne Kurvigkeit — oder die Karte auf dem Gerät.
Es ist eine Beta. Geführt wurde bisher nie in Bewegung im Freien. Wer damit auf eine wichtige Fahrt geht, sollte einen Plan B haben.
Mitfahren
Beta
Die App liegt in TestFlight. Es braucht zwei Zugänge, und das sagen wir lieber vorher als hinterher:
- Die TestFlight-Einladung von Apple. Dafür brauche ich die E-Mail-Adresse, mit der dein Apple-Konto läuft.
- Einen zeigr-Zugang für den Routendienst. Ohne ihn stehst du nach der Installation vor der Anmeldeschranke. Du bekommst einen Einladungscode, mit dem du dir selbst einen anlegst.
Der Routendienst läuft auf einem privaten Server; er trägt derzeit rund zwanzig Fahrer, die gleichzeitig planen. Deshalb ist die Beta handverlesen und nicht öffentlich.
Mit Zugang: im Browser planen. Am Rechner tippt sich eine Adresse leichter als mit dem Daumen. Die geplante Strecke geht per Knopfdruck ans Telefon, und die App rechnet sie mit den Vorgaben neu, die am Motorrad gelten — zum Streckenplaner.